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Autor Thema: Beruflich Umorientieren  (Gelesen 529 mal)

Offline Kaffeebohne

  • Beiträge: 1
Beruflich Umorientieren
« am: 06. Aug 2018, 13:20 Uhr »
Hallo liebes Forum,

merci für die Aufnahme hier...... und für den vielen und regen Austausch untereinander. Sehr sehr Toll soviel geballte Informationen zu erhalten.

Verzeiht mir wenn ich dieses Thema evtl. in einem falschen Bereich poste. Ich bräuchte eure Hilfe da ich momentan an einer Weggabelung stehe wie es beruflich bei mir weitergeht.

Kurz zu mir: Ich bin eigentl. Gelernte Erzieherin, kann aber den Beruf nicht mehr ausüben – ich bekomme daher eine Umschulung finanziert. Mir stellt sich die Frage was. Viele Gedanken purzeln durcheinander und natürlich einige Ängste.

Die Richtung wäre da Heilpraktiker f. Psychotherapie – Mentaltrainer – Stressmanagement Trainer oder Gesundheitspädagoge. Aufbauend dann in Richtung Hypnose. Ja ich bin auch dem Hypnose Fieber verfallen ;-) Gerade der Bereich Persönlichkeitsentwicklung reizt mich.... präventiv auch zu arbeiten.

Wäre es generell ratsam mehr zum HP zu tendieren wenn man beabsichtigt später mehr Hypnose anzubieten? Sehe sehr viele die Hypnose Vollzeit anbieten und vorher alle den HP gemacht haben. Oder geht das auch aus einem anderen Bereich?

Kann ich mein Unterbewusstsein selbst befragen wo ich am besten hingehöre?

Wie sieht die Zukunft in diesem Bereich aus? Prognosen? Sind die Chancen besser wenn eine Heilerlaubnis hat?

Ich danke euch jetzt schon mal für die Antworten :-) Danke danke

Offline Lutz

  • Admin
  • Beiträge: 2.992
  • Geschlecht: Männlich
Re: Beruflich Umorientieren
« Antwort #1 am: 06. Aug 2018, 18:26 Uhr »
Hallo Kaffeebohne,

grüß dich hier! Ich habe deinen Beitrag in den off-topic-Bereich verschoben, weil die Hypnose darin ja nicht thematisch im Vordergrund steht.

Zitat
ich bekomme daher eine Umschulung finanziert.

Wenn es um eine staatlich finanzierte Umschulung geht, werden sich die wichtigsten deiner Fragen (leider?) von alleine beantworten... denn längst nicht alles, was man sich vielleicht so wünscht und vorstellt, wird auch finanziert. Wenn du später beruflich (schwerpunktmäßig) eine helfende Hypnose anbieten möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten:

a) Du bietest eine "beratende Hypnose außerhalb der Heilkunst" an. Dafür brauchst du überhaupt keine Qualifikation, du meldest ein Gewerbe an - und fertig. Das bedeutet aber auch, dass man zu diesem Beruf gar nicht umschulen kann, denn es gibt dafür weder eine offizielle (anerkannte) Berufsbezeichnung noch gibt es dafür eine offizielle Qualifikation oder Ausbildung. (Ob es für diese Form der Selbständigkeit ggf. finanzielle Starthilfen gibt, ist eine andere Frage - nur eine Umschulung wird es eben nicht geben können.)

b) Du machst den "Kleinen Heilpraktiker" (HP für Psychotherapie). Der ist immerhin offiziell anerkannt, hat aber erstmal nichts mit Hypnose zu tun. Und obwohl anerkannt, ist es fraglich, ob dafür eine Umschulung gewährt wird. Mir ist mindestens ein Fall bekannt, bei dem eine entsprechende Anfrage abgelehnt wurde mit der sinngemäßen Begründung, dass man davon nicht leben könne. Möglicherweise gibt es da aber auch regionale Unterschiede bei den zuständigen Stellen - einfach mal nachfragen!

c) Der Vollständigkeit halber: ein Studium im klinischen Bereich.

Wie es sich mit dem "Stressmangement-Trainer" verhält, weiß ich nicht - aber man muss da sehr auf das Kleingedruckte achten. Ein Ausbildungs-Anbieter schreibt z.B.: "Damit können Sie nach erfolgreichem Abschluss dieser Ausbildung mit entsprechender Grundqualifikation sofort Ihren ersten Präventionskurs im Stressmanagement anbieten." Wie muss man das lesen? Eine Ausbildung zum Stressmanagement-Trainer nützt dir gar nichts (und ist als solche auch nicht anerkannt), wenn du nicht die erforderliche Grundqualifikatin (Arzt? Dipl.-Psychologe?) hast!

Ob es sinnvoll ist, den (Kleinen) HP zu machen, wenn man helfende Hypnose anbieten möchte, ist meines Erachtens eine Glaubensfrage. In meiner Praxis muss ich manche Anfragen ablehnen, weil ich eben keine Heilberechtigung (z.B. HP) habe. Aber ungefähr vergleichbar viele Leute kommen extra zu mir, weil sie die Nase von den "offiziellen Vertretern unseres Gesundheitssystems" voll haben und mal eine externe Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Meine Meinung daher: Wenn man das Geld und die Zeit übrig hat, kann der Kleine HP wohl eher nützen als schaden, wenn es aber primär um die Hilfestellung mit Hypnose geht, scheint er mir auch verzichtbar.

Zitat
Kann ich mein Unterbewusstsein selbst befragen wo ich am besten hingehöre?

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, das Unbewusste bei solchen Entscheidungen zu befragen - aber nur dann, wenn es die relevanten Faktoren für eine Entscheidung auch kennt. Woher soll dein Unbewusstes die Finanzierungspraxis der Arbeitsagentur kennen? Ich halte es in dieser Phase daher erstmal für sinnvoller, die Arbeitsagentur zu befragen. ;)

Eine generelle Zukunftsprognose fällt mir schwer. Einerseits nehmen gesundheitliche (psychische) Probleme rapide zu, was für eine größere Nachfrage sorgt; andererseits nehmen auch die Angebote im Gesundheitsrahmen rapide zu (und da gibt es solche und solche...). Ich würde an deiner Stelle daher eher "geografisch" denken: Was gibt es in deiner Region bereits für Angebote? Gibt es da 10 Hypnotiseure im 10km-Umkreis (Großstadt) oder wird sowas bei dir noch nicht angeboten?

Vielleicht kann dir auch diese Seite bei deiner Entscheidungsfindung ein wenig helfen: hypnose-als-beruf.de

Lieben Gruß & viel Erfolg! ;)
Lutz

Offline Kaffeebohne

  • Beiträge: 1
Re: Beruflich Umorientieren
« Antwort #2 am: 07. Aug 2018, 12:53 Uhr »
Hallo Lutz

vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort :-) Da hast du mir auf jeden Fall schon mal weitergeholfen und ich kenne meine nächsten Schritte :-)

Hilfreich war es auch deine eigene persönliche Erfahrung zu erfahren gerade mit der Heilerlaubnis bzw. deine Prognose im Gesundheitssystem. Das heißt das die Nachfrage doch zieml. da ist ..... auch im präventivem Fall oder der Persönlichkeitsentwicklung. Hatte bedenken das dies nicht ist und die Kunden dann ausbleiben.

Interessant ist natürlich auch der Coach Bereich. Aber leider darf sich ja fast jeder selbst Coach nennen da es soweit ich weiß nicht geschützt ist. Der Beruf würd mir voll liegen ;-) Aber da bleibt die Unsicherheit mit der Nachfrage der Kunden.

Werd in Ruhe nochmal drüber nachdenken

Danke danke

 

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