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Autor Thema: Hochsensibilität, gibts das echt oder nur Hype?  (Gelesen 110 mal)

Offline Katharina

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Hochsensibilität, gibts das echt oder nur Hype?
« am: 13. Nov 2017, 18:57 Uhr »
Hallo zusammen,

Ich bins mal wieder, lange nicht mehr geschrieben.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich jetzt mit der Hochsensibilität, von der ich nicht weiß, ob es nur wieder ein neuer Trend ist oder ob es das wirklich und wahrhaftig gibt oder ob es nicht nur eine neue Art ist, jemandem mitzuteilen, dass mit ihm irgendwas nicht stimme.

Für alle, die nicht wissen, was das ist in Kurzform: Man sagt hochsensiblen Menschen nach, dass sie sehr reizoffen seien, dass weniger Außenreize gefiltert werden als bei anderen Menschen, dass sie dadurch viel mehr aufnehmen könnten wie andere Menschen und eine viel detailliertere Wahrnehmung haben durch ihre Reizoffenheit. Spiegelneuronen seien bei ihnen stärker vernetzt. Gleichzeitig seien sie aber auch schneller überfordert durch ihre Reizoffenheit.

Jetzt meine Frage: Gibts das Phänomen echt? Oder ist das eine neue Modeerscheinung in der Psychologie?

Warum ich mich damit gerade beschäftige, ist eine längere Geschichte.

Im Internet kann man eine Menge dazu nachlesen, da wird man geradezu von mehr oder weniger seriösen Seiten überschwämmt. Aber man findet da auch Bücher über dieses Thema.

Ich dachte, ich schreibe es hier mal rein, weil ich dieses Forum ja so wunderbar bodenständig empfinde, um auch solche Fragen zu stellen und von vernünftigen Antworten auszugehen.

Liebe Grüße für jetzt

Katharina



Offline Lutz

  • Admin
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Re: Hochsensibilität, gibts das echt oder nur Hype?
« Antwort #1 am: 14. Nov 2017, 17:39 Uhr »
Hallo Katharina,

um es vorwegzunehmen: Ich kann dir deine Frage nicht beantworten und ob mein Beitrag "vernünftig" ist, sei dahingestellt, ich möchte dir aber dennoch ein paar Gedanken dazu schreiben.

Es gibt eine - laienhaft gesprochen - (krankhafte) "Überempfindlichkeit" bei der Reizwahrnehmung auf unterschiedlichen Kanälen. So können z.B. akustische Reize, die in ihrer Intensität vom Gros der Menschheit als normal und problemlos empfunden werden, bei manchen Menschen bereits zu großen Problemen führen. Gleiches gilt natürlich auch für optische Reize - manche Menschen müssen sich im Alltag z.B. mit Sonnenbrillen gegen "normales" Licht schützen und/oder sich in verdunkelte Räume zurückziehen. Das kann man wohl als belegt ansehen, ist aber nicht das eigentliche Thema, denn im Zusammenhang mit Hochsensiblen sind andere Eigenschaften gemeint und zwar solche, die nach meinem persönlichen Empfinden ziemlich wischiwaschi sind.

Ich würde es daher vom Einzelfall abhängig machen, ob ich jemandem eine Hochsensibilität unterstellen würde. Ich habe vielleicht zwei oder drei (?) Menschen kennen gelernt, die von sich behaupteten, hochsensibel zu sein. Ich habe aber noch niemanden kennen gelernt, bei dem mir von mir aus in den Sinn gekommen wäre zu denken, derjenige sei vielleicht hochsensibel, weil ich mir etwaige "Besonderheiten" potenzieller Personen anders erklären konnte als über eine "Hochsensibilität".

Lieben Gruß
Lutz



Offline Katharina

  • HypnoSequenz
  • Beiträge: 120
Re: Hochsensibilität, gibts das echt oder nur Hype?
« Antwort #2 am: 14. Nov 2017, 18:29 Uhr »
Hallo Lutz,

So, jetzt hatte ich endlich mal die Muße dazu, herauszufinden, wie ich so einen Beitrag ändern kann.

Ich hatte auch schon Menschen kennen gelernt, die sich selbst als hochsensibel bezeichneten, da klingelten bei mir immer sämtliche Alarmglocken, ob mit denen vielleicht nicht irgend was anderes sein könnte. Ich persönlich würde niemandem unterstellen, er sei hochsensibel, weil man das sehr leicht mit Überempfindlichkeit oder Hyperakusis oder so etwas verwechseln kann. Ich war dem Thema Hochsensibilität immer sehr kritisch und skeptisch gegenüber, bin es immernoch... Irgendwann sprach mich aber einmal meine eigene Supervisorin auf eine mögliche Hochsensibilität an, die ich selber haben könne. Wohl gemerkt, diese Supervisorin war psychologische Psychotherapeutin in einem Therapiezentrum in Marburg, wo sie auch Supervisionssitzungen anbieten.
Hm, warum sich diese Leute immer so nennen, weiß ich nicht, Psychotherapeutin, reicht doch. Egal.
Seit dem habe ich angefangen, das Thema doch ein bisschen ernster zu nehmen, zumindest, mich mal näher damit zu beschäftigen und Bücher zu lesen. Vor allem damit, wie jemand zu so einer Feststellung kommen kann. Ich selbst wäre nicht auf die Idee gekommen, mich selbst als solches zu bezeichnen. Wer das tut, da denke ich immer, mit diesem Menschen stimmt irgendwas anderes nicht. Da dachte ich, ich frage hier mal nach, ob hier jemand irgendwas sinnvolles weiß, was annehmbar ist oder ob jemand anderes auch schon mal irgendwie mit dem Thema zu tun hatte. Ich bin aber immernoch sehr kritisch und würde niemandem so eine
"Diagnose"
erteilen, wenn ich so etwas über jemanden denken würde. Aber irgendwie interessant, dass sich wohl anscheinend nicht alle damit beschäftigt haben.

Mir fällt auf, dass, seit dem ich darüber gelesen habe, was für ein unglaublicher Trend dieses Thema ist, auch unter Psychotherapeuten, das finde ich erschreckend.

Ob deine Antwort jetzt vernünftig war, weiß ich auch nicht, aber sie war auf jeden Fall ehrlich und nicht so wage.

Lieben Gruß Katharina
« Letzte Änderung: 15. Nov 2017, 10:52 Uhr von Katharina »

 

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