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Hypnosetherapie

In der vergangenen Zeit (Frühjahr 2009) zeigte das deutsche Fernsehen mehrere Sendungen, in denen ganz unterschiedliche Formen der Blitzhypnose präsentiert wurden. Irgendwelche nachvollziehbare Erklärungen des Phänomens wurden in dem Zusammenhang aber leider nicht abgegeben, so dass sich der Zuschauer verständlicher Weise fragte:
 
Gibt es Blitzhypnose überhaupt? Oder ist Blitzhypnose nur gefakt?
 
Als Folge der Berichterstattung kann man in unterschiedlichsten Foren und an anderen Stellen des Internets Meinungsäußerungen lesen, die mehrheitlich "skeptisch" ausfallen oder auch gleich von Betrug sprechen. Ebenso stieg der Anteil der Suchen im Web und auch hier im Hypnose Hilfe Forum nach Suchphrasen wie
 
Ist Blitzhypnose echt?
Kann man Schnellhypnose lernen?
Ist Instant-Hypnose möglich? usw.
 
Dieser Artikel hier möchte genau diesen Fragen nachgehen und Interessierten eine sachliche Information (jedoch keine Anleitung zur Blitzhypnose) geben.
 
Vorweg: ich war bei den besagten Fernsehsendungen weder anwesend noch in sonstiger Weise beteiligt und kann daher nichts dazu sagen, ob das Dargestellte vielleicht nur geschauspielert war. Dass so eine Schauspielerei möglich ist, zeigen uns zahlreiche Filme und Fernsehserien, in denen Hypnose natürlich nur gespielt wird - mal mehr, mal weniger überzeugend.
 
Tatsache aber ist, dass so eine Schauspielerei bei den angesprochenen Demonstrationen gar nicht nötig gewesen wäre, denn Blitzhypnose gibt es wirklich!
 
Diese Behauptung mag mancher nicht akzeptieren wollen, der statt dessen lieber an meinem Verstand zweifeln möchte, was er gerne tun kann. Ich möchte dennoch im folgenden versuchen, die Blitzhypnose etwas zu erklären, zu entmystifizieren und damit hoffentlich etwas "verstehbarer" zu machen.
 
Damit wir hier über das Gleiche sprechen, zunächst die Beschreibung einer typischen Blitzhypnose: Der Hypnotiseur tritt an eine Versuchsperson heran, tippt sie nur an oder macht sonstwas mit ihrem Körper, sagt ihr dabei sinngemäß, dass sie einschlafen solle, woraufhin diese in sich zusammensackt, "zu schlafen" scheint, um danach den Befehlen des Hypnotiseurs zu gehorchen und die seltsamsten Dinge zu tun oder normale Dinge nicht mehr tun zu können. Dabei ist es unerheblich, ob die Versuchsperson steht oder sitzt oder auch dabei umfällt, da gibt es unterschiedlichste Spielarten.
 
Sowas mag ein vernünftiger Mensch kaum für möglich halten, denn was für überragende Fähigkeiten soll der "ganz normal aussehende Hypnotiseur" denn da haben, damit so was funktioniert? Undenkbar!
 
Und damit sind wir bereits beim ersten großen Missverständnis, das sich um die Blitzhypnose rankt, nämlich der Vermutung, dass der Hypnotiseur etwas besonderes könne oder gar mystische Fähigkeiten habe. Das ist aber nicht so. Man kann ihn genau analysieren oder gar sezieren, man wird absolut nichts Besonderes finden. Das Einzige, was ihn zum Hypnotiseur macht, ist, dass er sich vorher mal mit diesem Thema beschäftigt hat und also weiß, dass so was funktioniert und was er zu tun hat.
 
Man könnte es auch so ausdrücken: ganz Deutschland ist voller potenzieller Blitz-Hypnotiseure. Sie wissen es nur nicht.
 
Es lohnt sich also nicht, sich weiterhin der Person des Hypnotiseurs zu widmen - betrachten wir stattdessen besser die Hypnotisierten. Denn Blitzhypnose funktioniert nicht aufgrund besonderer Fähigkeiten des Hypnotiseurs, sondern aufgrund der besonderen Fähigkeiten der Hypnotisierten.
 
Und diese Fähigkeiten sind in jedem von uns verankert, wir machen sie uns allerdings kaum bis gar nicht bewusst. Es sind die Fähigkeiten zur Realitätskonstruktion.
 
 
So tun, "als ob"
 
Nehmen wir als Beispiel ein spannendes Buch. Was haben wir da "objektiv" vor uns? Es handelt sich um gebundene Blätter Papier, bedruckt mit schwarzen Klecksen, sogenannten Buchstaben. Und was tun Menschen damit? Millionen Menschen richten ihre Augen darauf, fiebern mit, bekommen an einer gruseligen Stelle Gänsehaut, um kurz danach wegen einer lustigen Passage zu lachen usw. Und Leser fühlen sich ganz in das Geschilderte ein:
 
"Cole lag am Boden. Als er den Schuss des auf ihn gerichteten Revolvers hörte, hatte er bereits geahnt, dass die Kugel ihn schon erreicht und irgendwas in seinem Körper zerfetzt haben musste. Er wartete auf den Schmerz, aber der kam nicht, noch nicht. Also wollte er aufstehen, aber je mehr er es versuchte, desto weniger schaffte er es. Es ging einfach nicht."
 
Bei so einem Text können wir uns das Erzählte "irgendwie" vorstellen und mitfühlen, auch ohne jemals angeschossen worden zu sein. Wir konstruieren es einfach.
 
Noch drastischer ist es bei Film und Fernsehen. Hier werden wir mit Bild und Ton noch mehr in den Bann gezogen, obwohl ein vernunftbegabter Mensch das doch eigentlich nicht zulassen dürfte, schließlich weiß er, dass er nur auf eine erleuchtete Mattscheibe guckt, dass das Gesehene nicht real ist, sondern nur von Schauspielern dargestellt wurde (und zwar mehrfach, bis die Szene saß), umgeben von Kameramann, Regisseur, Tonleuten, Aufnahmeassistenten und vielen anderen, mit zusätzlichen Scheinwerfern, die mitten auf der Wiese aufgebaut wurden, um ein geeignetes Licht zu bekommen - mal ganz abgesehen davon, dass der Hauptdarsteller gestern erst in einer anderen Serie angeblich umgebracht worden war.
 
Aber dank der Fähigkeit zur Realitätskonstruktion wird alles Hinderliche und damit "die Wirklichkeit" der Filmproduktion ausgeblendet, bis nur noch die Essenz dessen übrig bleibt, was wir als quasi-real annehmen wollen, also tun wir es.
 
Sogar bei Zeichentrickfilmen heulen Leute Rotz und Wasser. Dabei wissen Menschen natürlich, dass Zeichentrickfilme alles andere als Reales wiedergeben, Fische z.B. können nicht sprechen, das ist allgemein bekannt. Aber es gelingt den Menschen, für einen begrenzten Zeitraum, "so zu tun, als ob".
 
Und es gibt einen weiteren Zusammenhang, bei dem manche Menschen sehr erfolgreich so tun, als ob - und das in einer Tragweite, die irgend welche showhypnotischen Mätzchen weit hinter sich lässt: Placebos. Eine Einnahme dieser Schein-Medikamente ohne chemisch wirksame Inhaltsstoffe führt mitunter dazu, dass Menschen Beschwerden abbauen oder gar Krankheiten geheilt werden.
 
Halten wir also fest: Menschen haben in großem Umfang die Fähigkeit, wider jede "Realität" ihr (Er-) Leben und Verhalten zu steuern, indem sie "so tun, als ob".
 
 
Menschen tun insbesondere in ungewohnten Situationen das, was "anscheinend richtig" ist.
 
Dieses Phänomen, manchmal auch vereinfachend als "Herdentrieb" bezeichnet, wurde in zahlreichen Experimenten nachgewiesen, Beispiel:
 
Man hatte den Zugang zu einer Veranstaltung so arrangiert, dass man den rechten Teil des mehrere Meter breiten Zugangsweges mit Toren versehen hatte, unter denen man nur gebückt durchgehen konnte. Neben jedem Tor stand eine "Aufsichtsperson", die aber eben nur dort stand und nicht ins Geschehen eingriff.
Nachdem man den Zugang nun freigegeben hatte, gingen zunächst die ersten Leute in der Schlange alle unter den Toren durch. Es waren "Eingeweihte", die Teil des Versuchsaufbaus waren. Und (fast) alle "normalen Gäste" folgten ihnen dann auf dem unbequemen Weg.
 
Ich denke, dass die Bedeutung dieses Experimentes weitgehend selbsterklärend ist, möchte dabei aber noch auf einen Punkt gesondert hinweisen: es war für das eigentlich unlogische Verhalten, gebeugt unter den Toren durchzugehen, völlig ausreichend, dass dieses "anscheinend" richtig war, es war nicht erforderlich, dass es "nachvollziehbar" oder "begründbar" richtig war. Es genügte zu sehen, dass die jeweils Vorangehenden erfolgreich zur Veranstaltung gelangten, also kopierte man sie ohne Rücksicht darauf, ob es denn auch der beste Weg zur Veranstaltung war.
 
Was aber ist nun ein "anscheinend richtiges" Verhalten, wenn man vor einem Hypnotiseur steht? Vor einer Person, von der man vielleicht weiß, dass sie schon über viele Jahre in Sachen Hypnose unterwegs ist und sicherlich schon viele Leute vielleicht auch blitzhypnotisiert hat?
 
Die Meinung dazu wird wohl geteilt sein, die einen wenden sich ab, weil sie das alles ohnehin für Quatsch halten, die anderen aber lassen sich darauf ein und machen das mit, was zuvor schon viele andere Versuchspersonen mitgemacht haben. Und beide Gruppen haben auf ihre Art recht - die einen, die links vorbeigehen, und die anderen, die artig das nachmachen, was schon viele vorgemacht haben. Beide gelangen an ihr persönliches Ziel.
 
Und genau das spiegelt sich auch bei der Blitzhypnose wider: bei den einen funktioniert sie, bei den anderen nicht. Aber bei denjenigen, bei denen sie funktioniert, funktioniert sie wirklich.
 
 
Kulturelle (Hinter-) Gründe
 
In den Kulturen unseres Erdballs werden Trance- und Trancephänomene völlig unterschiedlich behandelt (und gelebt). In vielen Gebieten Asiens, Afrikas oder Südamerikas gehören Trancephänomene zum Alltag, und z.B. Schamanen und Medizinmänner, die sich solcher Techniken bedienen, genießen ein hohes und unbestrittenes Ansehen. Und es gibt wohl viele Orte, an denen man kaum nachvollziehen könnte, dass man in der westlichen Welt einem Showhypnotiseur Geld dafür zahlt, dass dieser sowas Banales wie Trancephänomene vorführt.
 
Wir hingegen sind da noch Entwicklungsland. Wir staunen noch über einen anscheinend schmerzlosen Nadelstich durch die Haut, obwohl viele von uns doch Bilder von religiösen Feiern in Asien kennen, bei denen sich Menschen ganze Schwerter offenbar schmerzfrei durch Hautpartien stechen.
 
Und wer sich die Mühe macht und ein bisschen recherchiert, erfährt, dass es auch bei uns psychogene Störungen gibt, die z.B. bis zu fortdauernder Taubheit, Blindheit oder gar Lähmung führen können - was nichts anderes ist als ein Beleg dafür, was unsere Psyche tatsächlich zu produzieren in der Lage ist. Im positiven Sinne nutzt man solche Fähigkeiten längst für Operationen und andere ärztliche Eingriffe ohne chemische Betäubung.
 
Dass manche solchen Dingen staunend und vor allem ungläubig gegenüberstehen, liegt nicht daran, dass diese Dinge an sich so besonders bemerkenswert wären, sondern daran, dass hier kaum jemand was von solchen Dingen weiß und versteht. So wie auch die meisten zwar eine feste, oft auch abwertende Meinung zur Hypnose haben, sich selbst aber niemals wirklich damit beschäftigt haben. Das ggf. Unglaubwürdige insbesondere der Showhypnose oder auch der Blitzhypnose liegt also bei näherer Betrachtung nicht an dem "Unglaublichen der Hypnose", sondern einfach an der eigenen Unwissenheit.
 
So wie bei der "kataleptischen Brücke": der Show-Hypnotiseur legt den Hypnotisierten nur auf den Unterschenkeln und im Schulterbereich aufestützt "freihängend" zwischen zwei Stühle und lässt dann noch eine Person kurz draufsteigen. Toll, was Hypnose alles leisten kann, oder? Nein, das ist nicht toll, das ist stinklangweilig, denn Menschen können sowas auch ganz ohne Hypnose. Das wissen sie in aller Regel aber nicht und nur durch dieses Nicht-Wissen wird das Gebotene entsprechend bestaunt.
 
 
Was geschieht also bei einer Blitzhypnose?
 
Bei einer Blitzhypnose geschieht "nur" folgendes: Jemand steht (sitzt, liegt) vor dem Hypnotiseur. Er trägt - vermutlich unwissentlich - bereits die Fähigkeit in sich, flexibel eine neue, subjektive Wirklichkeit zu erschaffen. Lässt er sich einmal darauf ein, kann diese Pseudo-Wirklichkeit so stark auf ihn zurückwirken, dass er bei einem Zeichentrickfilm weinen würde oder nach einer Placebo-Einnahme Krankheiten besiegen würde oder auch Schmerzen ausschalten könnte. Also würde sie allemal ausreichen, um auf "Schnipp" in einen Trancezustand zu gehen und die im Rahmen einer Showhypnose üblichen gänzlich unbedeutenden Mätzchen mitzumachen. Aber noch ist es nicht so weit.
 
Der Hypnotiseur beginnt, auf ihn einzuwirken. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen zu entscheiden: mach ich mit oder nicht? Falls sich jemand entscheidet mitzumachen, wird diese Entscheidung dadurch geprägt sein, dass der Betreffende es in dieser Situation für "richtig" hält mitzumachen. Hinzu kommen vielleicht noch eine Portion Interesse und Neugierde. Und damit ist der Weg geebnet, um sich mal genüsslich einer Pseudo-Realität hinzugeben. "Du kannst nicht mehr aufstehen! Je mehr du es versuchst, desto weniger funktioniert es!" Und schon kann man mal praktisch ausleben, was man schon in der anfangs zitierten Lektüre mit dem angeschossenen Cole theoretisch konstruiert hatte. Ist keine große Sache. Und andere merkwürdige Phänomene können folgen. 
 
Allerdings sollte man bei all dem auf einen Punkt hinweisen, der gerne bei solchen Demonstrationen verschwiegen wird: es wird der Eindruck erweckt, dass die Versuchspersonen dem Hypnotiseur auf lebenslänglich unbegrenzte Dauer ausgeliefert seien und dass es nur "dessen Gnade" zuzuschreiben sei, dass er durch entsprechende Einflussnahme diesen pseudo-realen Zustand wieder aufhebe. Dies ist aber keineswegs so.
 
 
Geschwindigkeit ist keine Hexerei
 
Bleibt noch die Frage offen, wie es denn sein kann, dass jemand so schnell, quasi durch "Fingerschnippen", in Trance versetzt werden kann. Aber auch dies ist bei näherer Betrachtung keineswegs ungewöhnlich.
 
Machen wir einen Ausflug ins Tierreich und betrachten dort mal den "Totstellreflex": Manche Kleintiere stellen sich in einem Sekundenbruchteil tot, wenn sie am Himmel einen möglichen Greifvogel wahrnehmen (denn was sich nicht bewegt, wird von diesem nicht als potenzielle Nahrung identifiziert). Diese Verhaltensoption ist ihnen vererbt und selbst wenn sie diese nicht ein einziges Mal in ihrem Leben nutzen, so ist sie doch latent vorhanden.
 
Und man kann diesen Totstellreflex auch provozieren, wenn man sie ihm wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Gleichgewicht bringt": legt man ein Huhn auf den Rücken, wird es sich "totstellen" und dort einige Zeit so liegen bleiben (und nein, das ist keine Hypnose!).
 
Und auch beim Menschen kennen wir es, dass jemand z.B. nach einem Schreck vorübergehend "wie gelähmt" ist, vielleicht unfähig, sich zu bewegen oder unfähig zu sprechen. Auch in der Psyche des Menschen ist also grundsätzlich die Fähigkeit verankert, in einem Sekundenbruchteil ein völlig anderes und ggf. ganz ungewöhnliches und untypisches Verhalten an den Tag zu legen. Nur wird man sowas im Alltagsleben meist z.B. mit einem Schreck verbinden und nicht mit einer Hypnoseinduktion. Ein Hypnotiseur allerdings weiß, dass man sowas eben auch mit Hypnose erzeugen kann.
 
Und noch ein zweiter Punkt ist bei einer Blitzinduktion wichtig, nämlich dass es eine Blitzinduktion im Sinne von "blitzschnell" gar nicht gibt. Das Hineinführen in eine Trance beginnt nämlich in Wirklichkeit lange vorher. Würde ein "Blitzhypnotiseur" einen Fremden auf der Straße ansprechen und ihm "Schlaf!" zurufen, würde alles mögliche passieren, nur nicht, dass der Betreffende in Trance ginge. Für einen schnellen Tranceeintritt ist immer eine "Vorarbeit" notwendig.
 
Wird also jemand auf der Straße von einem Moderator angesprochen: "Guten Tag! Haben Sie einen Moment Zeit? Ich möchte Ihnen den bekannten Hypnotiseur XY vorstellen", was passiert dann beim Angesprochenen? Der denkt dann vielleicht: "Ach du Schande! Hypnotiseur! Hypnose!!! Ob ich da auch gleich umfalle, wie ich das mal bei anderen im Fernsehen gesehen habe? Wie werd' ich mich dabei wohl fühlen? Klappt das bei mir überhaupt? Himmel, der guckt schon so komisch. Mir wird schon ganz anders..."
 
Diese vorbereitenden Momente der Einstimmung sind für das Gelingen einer "Blitz-" Hypnose unabdingbar. Derjenige Angesprochene, der grundsätzlich zu dem Experiment bereit ist, wird sich in diesen Momenten einen groben "Schlachtplan" zurechtlegen, wie er auf die bevorstehende und ihm unbekannte Blitzhypnoseinduktion reagieren wird. Psychologen sprechen hier von "Priming" und meinen damit ein mentales Sich-Einstellen auf eine Situation. Fehlt dies, funktioniert auch eine Blitzhypnose nicht! Die spätere Aktion des Hypnotiseurs (die nicht zufällig dann oft noch ein gewisses "Schreckelement" beinhaltet oder jemanden "aus dem Gleichgewicht bringt") ist also nur der Abschluss eines längeren Prozesses, der deutlich vorher begonnen hat und damit so gar nicht mehr "blitz-like" ist.
 
Und damit nochmal zu dem von mir eingangs angesprochenen Hypnotiseur: was würde wohl passieren, wenn die vom Moderator vorgestellte Person gar kein Hypnotiseur ist und bisher noch nie jemanden hypnotisiert hat? Genau - es würde keinen Unterschied machen, solange sie einfach nur souverän auftritt. Die angesprochene Person würde dennoch in Trance gehen! Und das nicht, weil Hypnotiseure was besonderes können, sondern weil jeder Mensch nach einer entsprechenden Einstimmung ganz einfach und schnell in Trance gehen kann. Auch du! ;)
 
 
"Action speaks louder than word"
 
Frei übersetzt: "Taten sind die besseren Worte" und so wäre es wesentlich überzeugender, statt vieler Worte einfach mal zu demonstrieren, dass es funktioniert, und damit gern auch dem „Skeptiker" einen Selbstversuch anzubieten. Oft sind übrigens gerade die Skeptiker diejenigen, bei denen es am besten funktioniert. Das ist auch kein Wunder, denn dieser Beitrag versuchte zu zeigen:

  • jeder Mensch hat prinzipiell die Fähigkeit, sich eine Schein-Wirklichkeit aufzubauen und sich so zu verhalten, als ob etwas „wirklich" so oder so wäre;
  • wenn wir ein Verhalten für angemessen und „richtig" halten, werden wir es produzieren, egal wie logisch oder verstandesmäßig nachvollziehbar es ist;
  • andere Kulturen und der psychologisch-/medizinische Umgang mit Trance demonstrieren längst, welche scheinbar "unglaublichen Dinge" möglich sind.

Und all dies gilt natürlich auch für Skeptiker, die wissen es nur noch nicht. :)
 
Hätte ich selbst diesen Beitrag übrigens vor vielen Jahren ohne jede Hypnosekenntnis gelesen, er hätte mich wohl nicht überzeugt. Aber vielleicht hätte er mich ein bisschen nachdenklich und offener für die Möglichkeit gemacht, dass so was wie Blitzhypnose tatsächlich funktionieren kann. Und mehr möchte ich damit auch gar nicht erreichen.
 
Für Anregungen, Fragen und Kritik steht euch natürlich das Forum zur Verfügung.
 
Lutz / Hypnose Hilfe Forum

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